Die Nadel im Heuhaufen

In einem der letzten Artikel habe ich ja schon berichtet, das Clyde an Neujahr nicht fit war und Durchfall hatte. Nachdem sich das ziemlich schnell von selbst erledigt hatte, sind wir dem nicht weiter nachgegangen. Er war ja wieder putzmunter und auch das Bäuchlein hatte sich beruhigt. Doch letzte Woche hatte Bonnie dann das Los gezogen. Und bei ihr war es nicht so schnell wieder vorbei.

IMG_6306Das ist auch der Grund, warum es so lange keinen Beitrag gab. Bis gestern Abend wussten wir nämlich selbst nicht, was die kleine Maus so gequält hat. Ganze zwei Tage war sie von schlimmem Durchfall geplagt. Also sind wir mit ihr morgens früh zur Tierärztin. Was wir da erfahren haben, hat uns echt überrascht – Bonnie hat Flöhe. Das war zwar nicht des Rätsels Lösung für den Bauch, aber wir waren trotzdem ziemlich sprachlos. Da Bonnie und Clyde ja nur in der Wohnung sind und sich beide nicht auffällig kratzen, ist der Flohbefall ein absolutes Mysterium für uns.

 

IMG_6304Doch zu aller erst war es wichtig, wie wir den Durchfall in den Griff bekommen. Als erste Hilfe gab es eine Spritze gegen die Schmerzen und zum entkrampfen des Bäuchleins und eine mit Antibiotikum, damit es nicht noch schlimmer wird. Unsere Tierärztin hatte, wie sich gestern dann rausstellte, auch sofort den richtigen Riecher, was die Ursache ist. Es sind, wie sie vermutete, tatsächlich Giardien. Giardien sind kleine fiese Einzeller, welche sich im Dünndarm festsetzen und ziemlich Probleme machen. Bei Menschen und bei Tieren…

 

IMG_6305Um die Verdachtsdiagnose zu bestätigen, mussten wir von den Miezen eine Stuhlprobe abgeben. Und man glaubt es nicht, sie haben sich tagelang verweigert. Um den Bauch zu schonen, wurden Bonnie und Clyde nämlich parallel auf Hühnchen-Diät gesetzt. Abgekochtes Hühnchen verteilt auf viele kleine Mahlzeiten. Da Hühnchen besonders gut verwertet wird, mussten wir drei ganze Tage auf eine erste Probe warten. Aber so war wenigstens der Durchfall Geschichte.

 

IMG_6303Nachdem wir jetzt die Bestätigung haben, dass es sich um Giardien handelt, müssen auch wir uns jetzt testen lassen. Bei Bonnie und Clyde ist die Behandlung recht einfach. Zehn Tage lang bekommen sie einmal am Tag ihre Medizin, dann ist der Spuk vorbei. Zum Glück sind unsere Mietzen brav und lassen es sich wenn auch nicht freiwillig gefallen. Sollten wir auch diese Mistbiester haben, ist die Behandlung bei uns mit Antibiotika schon etwas unangenehmer. Naja, warten wir mal ab.

 

IMG_6302Zu allem Überfluss sind da ja auch noch die Flöhe. Solange nicht klar war, was den Durchfall verursacht hat, konnten wir dagegen nichts unternehmen. Heute Abend ist es so weit, und wir können sie einsprühen. Wahrscheinlich werden sie uns spätestens dann hassen. Erst die Medizin ins Mäulchen und dann auch noch das Fell besprühen. Hilft aber alles nix, das Schlafzimmer- und Ankleidezimmer-Verbot gefällt ihnen ja ebensowenig. Und dann hat auch das ständige Staubsaugen ein Ende, vor allem das Absaugen des Kratzbaums wurde nur sehr argwöhnisch akzeptiert.

 

Demnächst werde ich dann auch über die Fortschritte der Erziehung berichten. Mit ein paar kleinen Tricks klappt das zum Glück hier und da ganz gut. Leider noch nicht bei allem, aber dafür sind es ja Kinder, die die Welt gerade erst entdecken.

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