Weihnachtszauber Schloss Dyck

Eigentlich lebe ich ja nach dem Motto: „Ich gehe auf keinen Weihnachtsmarkt, der Eintritt kostet, schließlich lasse ich sowieso schon genug Geld da.“ Nachdem ich von dem Weihnachtsmarkt auf Schloss Dyck in Jüchen allerdings so viel positives gehört habe, wollte ich mich dann doch selbst überzeugen. Der Eintritt mit 12,-€ ist zwar wirklich happig, aber was soll ich sagen, es lohnt sich tatsächlich. Für Studenten, Arbeitslose, Schwerbehinderte und einige andere gibt es vergünstigte Tickets für 9,-€, wer allerdings wirklich auf sein Geld schauen muss, wird wohl eher einen anderen Weihnachtsmarkt besuchen.

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Das Ambiente auf Schloss Dyck ist schon außerhalb der Weihnachtszeit wirklich wunderschön, mit den Lichtern, Fackeln und Feuern an den Adventswochenenden zum Weihnachtsmarkt wirkt es noch zauberhafter. Überall am Wegesrand weisen einem Flammschalen die Richtung, an den unzähligen Ständen finden sich immer wieder Heizstrahler mit Feuer. Vor allem im Dunkeln ist die Beleuchtung mit Feuer und Kerzen unglaublich gemütlich. Egal wohin man schaut, man kann sich kaum satt sehen.

Durch die Weitläufigkeit des Geländes und die Unterteilung der einzelnen Bereiche durch die Architektur des Schlossareals hat man nie das Gefühl, dass es voll ist. Die Besucher verteilen sich besser als auf jedem anderen Weihnachtsmarkt, den ich kenne. Hier würde ich sogar ohne weiteres bei einem nächsten Besuch Hunde mitnehmen. Gefahr von Tritten im Gedränge müssen sie hier nämlich nicht fürchten. Erlaubt sind sie auch, was den Markt von vornherein sehr sympathisch macht. Es gibt sogar einen Stand mit selbst gebackenen Hundekeksen. Auf die Resonanz bei den Fellnasen bei meinen Eltern nächste Woche bin ich schon jetzt gespannt.

Die Auswahl der Verkaufsstände ist auch etwas ganz besonderes. Es gibt überhaupt keinen Ramsch oder Kitsch, stattdessen Kunsthandwerk, Schmuck und noch viele andere tollen Sachen. Wir waren insgesamt drei Stunden da, und haben nicht annähernd alles sehen können. Wer wirklich die tollen Sachen der einzelnen Verkäufer entdecken möchte, sollte mindestens einen halben Tag einplanen. Aber selbst bei einem ganzen Tag würde einem wahrscheinlich nicht langweilig. Es gibt so unglaublich viel zu entdecken und das Gelände ist wirklich riesig. Der Eintritt lohnt sich wirklich.

Jetzt hätte ich beinahe das wichtigste vergessen – es gibt auch ein ausreichendes Angebot an Essen und Getränken. Sicher finden man auf den Weihnachtsmärkten der Städte ein vielfältigeres Angebot, aber hungrig wird auch auf Schloss Dyck niemand bleiben. Wer sich den Bauch voll futtern möchte und den einen oder anderen Glühwein trinkt, wird den Eintritt wahrscheinlich gut rausholen. Ein Glühwein für 2,50 € wird man anderswo kaum finden. Generell sind die Preise sehr fair und teils günstig, vor allem dann, wenn man das Preis/Leistungsverhältnis anschaut. Auf einem Crêpe mit Nutella und Banane findet sich nämlich eine ganze Banane statt wie sonst häufig nur ein paar Scheibchen.

Genug erzählt, am besten einfach hinfahren und sich selbst überzeugen. Morgen gibt es noch eine Chance, sonst wieder im nächsten Jahr an den vier Adventswochenenden. Die Öffnungszeiten sind von 10:00 Uhr bis 20:00 Uhr, der angrenzende Parkplatz ist kostenfrei und es gibt Shuttle-Busse.

Weitere Infos zu Schloss Dyck – auf dem man übrigens auch standesamtlich heiraten kann – und dem Weihnachtsmarkt gibt es auf der Website der Stiftung Schloss Dyck:

http://www.stiftung-schloss-dyck.de/de/veranstaltungen/maerkte/1041/schlossweihnacht.html

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